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Rheuma-Klinik erhält seltenes Gütesiegel

„Zertifizierte rheumatologische Fachabteilung"

Die rheumatologische Klinik der Sana Kliniken Bad Wildbad ist mit dem Gütesiegel „Zertifizierte rheumatologische Fachabteilung" ausgezeichnet  worden. Das begehrte Qualitätssiegel erhielten deutschlandweit nur 22 Kliniken.

Die Sana Kliniken Bad Wildbad haben das Gütesiegel „Zertifizierte rheumatologische Fachabteilung“ des Verbandes Rheumatologischer Akutkliniken (VRA) erhalten und zählen damit zu Deutschlands 22 zertifizierten Fachkliniken. Auch in Baden-Württemberg sind die Sana Kliniken neben einer weiteren Klinik die einzige ausgezeichnete Institution im Schwabenland.

Dr. Gerd Haller - Chefarzt der Klinik für Rheumatologie, Klinische Immunologie und Allgemeine Innere Medizin – ist stolz: „Wir freuen uns dieses Gütesiegel erhalten zu haben.“ Laut Dr. Haller offenbare dies die exzellente Qualität und untermauere die überregionale Stellung der rheumatologischen Akutklinik.

Das Zertifikat wird alle zwei Jahre vom aQua-Institut an akut-rheumatologische Kliniken und Fachabteilungen vergeben, die am kontinuierlichen Outcome-Benchmark der rheumatologischen Akutversorgung (KOBRA) teilnehmen und die Erfüllung der Qualitätskriterien des VRA ihr Engagement für eine qualitätsorientierte Patientenversorgung nachweisen.

So kommen Herzpatienten gut durch den Winter

Vorsicht bei Minusgraden

Kälte bedeutet für das Herz: mehr Arbeit, denn niedrige Temperaturen verengen die Herzgefäße. Dr. med. Angela Keichel-Höhn, Fachärztin für Innere Medizin und Leitende Oberärztin der Allgemeinen Inneren Medizin der Sana Kliniken Bad Wildbad, gibt Herzpatienten Tipps, wie sie ihre Gesundheit auch bei klirrender Kälte schützen können.

Warum müssen Herzpatienten in den kalten Monaten besonders aufpassen?

Grundsätzlich ist natürlich nicht Herzpatient gleich Herzpatient und für viele gelten unterschiedliche Empfehlungen. Grundsätzlich stellt die kalte Jahresszeit für das Herz oft ei­ne erhebliche Zusatzbelastung dar. Niedrige Temperaturen können die Blutgefäße stark verengen. Der Blutdruck steigt und das Herz muss das Blut mit erhöhter Kraft durch die Adern pumpen. Das bedeutet Dauerstress für den Herzmuskel und die Gefäßwände. Deshalb sollten Herzpatienten in der kälteren Jahreszeit ihren Blutdruck und den Puls besonders gewissenhaft im Blick haben und kontrollieren. Aber auch weniger Bewegung durch kürzere Tage und ein innerer Schweinehund, der die Menschen gern auf dem Sofa sitzen lässt, oft fettreichere Speisen und zu viele Weihnachtsplätzchen – und letztlich auch die manchmal getrübte Stimmung, der sogenannte Winterblues – können das vorbelastete Herz und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen verstärkt beanspruchen.

Was raten Sie Herzpatienten ganz konkret?

Passen Sie auf bei großer sportlicher Aktivität bei sehr kalten Temperaturen: Schneeschippen oder das Auto freischaufeln kann für ein krankes Herz schnell zu einem Risiko werden. Auch Winterurlaub in extremer Höhe kann belastend sein, denn der geringere Sauerstoffgehalt in der Höhe belastet den Herzmuskel. Leichte Bewegung ist gut, nur ist dann die richtige Kleidung wichtig. Denn Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen sollten besonders bei Infektionserkrankungen aller Art aufpassen. Infektionen oder gar eine Grippe kann für vorbelastete Patienten besonders gefährlich werden. Erkältungen sollten also nicht auf die leichte Schulter genommen werden, sondern von einem Arzt abgeklärt werden. Oft ist auch eine Grippeschutzimpfung sehr sinnvoll. Virusinfekte können übrigens auch ihrerseits Ursache für ein sogenanntes Vorhofflimmern sein, einer der häufigsten Herzrhythmusstörungen überhaupt – und unbehandeltes Vorhofflimmern erhöht dramatisch das Risiko für Schlaganfälle und Herzschwäche.

Was können Herzpatienten selber tun, um gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen?

Achtsam mit sich sein und trotz allem aktiv bleiben. Denn die Warnung vor zu viel Anstrengung heißt nicht, gar nichts mehr zu machen. Das bedeutet für die Patienten, dass sie auch im Winter – in Abstimmung mit dem betreuenden Arzt und entsprechend gekleidet – regelmäßig und möglichst auch an der frischen Luft in leichter Bewegung sein sollten, vielleicht mit einem Schal vor dem Mund, um die kalte Luft etwas aufzuwärmen. Auch Menschen mit einer koronaren Herzerkrankung können Winterwanderungen machen oder Skifahren gehen. Nutzen Sie besonders auch sonnige Tage, denn das macht „glücklich“. Und Betroffene sollten auch auf die Ernährung achten und die Salzzufuhr etwas reduzieren, da Salz ebenfalls den Blutdruck steigern kann.

Damit die Party nicht in der Klinik endet

Sana Experte klärt über Silvester-Risiken auf und gibt Sicherheitstipps

Feuerwerk gehört zu Silvester genauso dazu wie Sekt, Raclette und gute Vorsätze. Und dabei gilt: Je auffälliger, bunter und lauter, desto besser. Egal ob der Eigenantrieb dafür ist, alte Geister zu vertreiben, das neue Jahr einzuläuten, seinen Glücksstern in eine vermeintlich bessere Position zu bugsieren oder einfach nur der profane Spaß am Böllern – die Gründe für das Zünden von Raketen, Böllern und Co. sind vielfältig. Doch aus Spaß und Freude kann schnell bitterer Ernst werden. „Vor allem dann, wenn auch noch Alkohol und Leichtsinn mit im Spiel sind“, weiß Dr. med. Christian Schmidt, Leiter der Zentralen Notaufnahme der Sana Kliniken Bad Wildbad.

Alle Jahre wieder das gleiche Bild: Während die Meisten von uns fröhlich und unbeschwert feiern, kommen andere – teils schwerverletzt – mit Blaulicht ins Krankenhaus. „Die kritischste Phase für die Notaufnahmen in deutschen Kliniken ist der Zeitraum zwischen 24 Uhr in der Silvesternacht und 8 Uhr am Neujahrsmorgen. Leider ist dies für uns seit vielen Jahren gelebte Praxis, weswegen wir unser Team in diesem Zeitraum immer aufstocken müssen, um für den Fall der Fälle genügend Mitarbeiter in der Hinterhand zu haben“, erklärt der Facharzt für Allgemein-, Notfall- und Palliativmedizin.

Dabei geht es bis 24 Uhr sogar noch verhältnismäßig ruhig zu. Patienten, die bis dahin „silversterbedingt“ in die Notaufnahme kommen, haben meist Schnittverletzungen, weil sie beispielsweise zu heftig mit ihrem Tischnachbar angestoßen haben, unter Alkoholeinfluss gestürzt sind oder in eine Schlägerei verwickelt waren. „Gerade bei Schnittverletzungen, die durch zerbrochenes Glas entstanden sind, verzeichnen wir am Jahreswechsel regelmäßig einen rasanten Anstieg im Vergleich zum Rest des Jahres. Besonders die dünnwandigen Sektgläser mit ihren feinen Stilen bilden hier eine gewisse Gefahrenquelle“, sagt der Mediziner.

Ab Mitternacht wird es voll

Mit den ersten Raketen und Böllern, die dann um Mitternacht gezündet werden, ändern sich die Verletzungsbilder jedoch schlagartig: „Verbrennungen, Knalltraumata, Augenverletzungen und Platzwunden durch herabstürzende Raketenteile. Im schlimmsten Fall kann es auch zu abgerissenen Fingern kommen, das kommt aber zum Glück nur sehr selten vor“, so Dr. Christian Schmidt.

Um Verbrennungen an Händen und Gesicht, Verletzungen des Auges und der Augenlider, Gehörschäden und Knalltraumata zu vermeiden, ist daher große Vorsicht beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern geboten. Geht doch mal etwas schief, ist Eile geboten – gerade bei Verletzungen am Auge, die an Silvester durch Funkenflug, Splitter oder Bleigießen ausgelöst werden können. Ist das Auge verletzt, ist unverzüglich ärztliche Hilfe aufzusuchen, da sich die Heilungschancen deutlich verschlechtern, je länger es bis zur Behandlung dauert.

Auch ein weiteres empfindliches Sinnesorgan kann während der Silvesterknallerei extremen Belastungen ausgesetzt sein: das Gehör. Die Explosion eines Böllers in unmittelbarer Nähe des Ohres kann leicht einen Trommelfellriss, ein Knalltrauma, einen Tinnitus oder sogar einen Hörsturz auslösen, obwohl man selbst den Lärm eigentlich gar nicht als belastend wahrnimmt. „Da die Behandlungsmöglichkeiten eines Knalltraumas begrenzt sind, sollte man sich, wenn man an einem Feuerwerk teilnimmt.

Bei Verbrennungen verringert rasches, sachkundiges Handeln die Folgeschäden. So sollte man unbedingt die 20-20-Regel beachten: Brandwunden mit 20° C warmem Wasser 20 Minuten lang kühlen. Und ganz wichtig: „Lassen Sie die Finger von so genannten „Hausmitteln“ und geben Sie daher niemals Mehl, Zahnpasta, Öl etc. auf Wunden“, rät der Mediziner eindringlich. Auch eingebrannte Kleidung darf nicht von der Haut abgerissen, Brandblasen nicht selbst geöffnet werden und verbrannte Körperpartien müssen mit einem sauberen Tuch aus dem Verbandskasten abgedeckt werden. Hat man diese Schritte der Erstversorgung befolgt, sollte jede Brandverletzung umgehend ärztlich begutachtet werden: „Bei schweren Verletzungen muss unbedingt die Notrufnummer 112 gewählt werden. Eine Behandlung im Krankenhaus ist dann unerlässlich“, so der Experte.

Aufgrund unsachgemäßen Umgangs mit Böllern kommt es bundesweit leider immer wieder auch zum Abriss oder Teilabriss von Fingern. „Richtiges und schnelles Handeln ist in einem solchen Fall unerlässlich: Zuerst muss die Wunde versorgt und die Blutung mit einem Druckverband gestillt werden. Sollte es tatsächlich zu einem Abriss gekommen sein, muss der Finger in ein möglichst keimfreies Stück Stoff gewickelt und in einen wasserdichten Plastikbeutel gegeben werden, der dann in Eiswasser gelegt werden muss. Und dann muss der Verletzte schnellstens ins Krankenhaus gebracht werden“, fasst der Arzt zusammen und ergänzt: „Es ist unerlässlich, jedes Jahr aufs Neue für das Thema zu sensibilisieren.

Damit die Silvesterparty ohne Zwischenfälle ablaufen kann, hat der Sana Experte 5 Tipps zum richtigen Umgang mit Feuerwerksartikeln:

  • Verwenden Sie ausschließlich geprüfte Feuerwerkskörper mit behördlicher Zulassung!
  • Zielen Sie niemals mit Raketen und Böllern auf Menschen!
  • Entfernen Sie sich ausreichend und unverzüglich, nachdem Sie einen Feuerwerkskörper entzündet haben. Sorgen Sie für einen sicheren Stand, so dass Sie nicht stürzen, wenn Sie sich entfernen möchten!
  • Kleine Kinder und alkoholisierte Personen sollten keine Feuerwerkskörper entzünden!
  • Lassen Sie Blindgänger am Boden liegen, bis sie vollständig ausgekühlt sind und zünden Sie diese nicht erneut an! Das gilt auch für gefundene Feuerswerksartikel in den ersten Januartagen! Achten Sie auf Kinder.
     
    Notruf 112
    Im Notfall erreichen Sie den Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112.
    Bei einem Notruf sind folgende Informationen wichtig:
    1.       Wo ist der Unfallort?
    2.       Was ist passiert?
    3.       Wie viele Verletzte gibt es?
    4.       Welche Verletzungen liegen vor?
    5.       Warten Sie auf Rückfragen!

Margarete Janson verlässt Sana Klinik Bad Wildbad und Neurologisches Rehazentrum Quellenhof

Geschäftsführerin zieht es in die Heimat

Margarete Janson gibt zum Jahresende die Geschäftsführung der Sana Klinik Bad Wildbad und dem Neurologischen Rehabilitationszentrum Quellenhof ab. Sie wird ab Januar die Geschäftsführung der Fachklinik 360° in Ratingen übernehmen. Die Einrichtung ist auf die Behandlung orthopädischer und rheumatologischer Erkrankungen spezialisiert. Bis zur Benennung eines Nachfolgers wird Thomas Ewald, Regionalgeschäftsführer der Sana Kliniken AG, kommissarisch die Klinik leiten.

Janson sagte, sie werde die sechs Jahre in Bad Wildbad stets in bester Erinnerung behalten: „Die Klinik mit ihrem Schwerpunkt auf Endoprothetik und Gelenkchirurgie, sowie Rheumatologie und der angrenzende Quellenhof mit seinen herausragenden Kompetenzen in Sachen Schlaganfall und Multiple Sklerose, haben stets spannende und herausfordernde Aufgaben für alle Mitarbeiter bereit gehalten. Ich verlasse die Region deshalb mit schwerem Herzen, denn gemeinsam mit dem Team der Klinik konnten wir hier viel bewegen. Allerdings zieht es mich nach den vielen Jahren in Baden-Württemberg zurück in die Heimat.“

Die studierte Betriebswirtin und gebürtige Bad Berleburgerin (NRW) hatte die Geschäftsleitung im Januar 2013 angetreten. Die Sana Klinik Bad Wildbad gehört seit 2016 laut FOCUS-Klinikliste zu den besten 100 Krankenhäusern in Deutschland. Erst im Herbst wurde mit der Etablierung der Bereiche Unfall- und Viszeralchirurgie das medizinische Angebot der Klinik im Sinne einer zukunftsorientierten Versorgung der Bevölkerung erweitert. 

Regionalgeschäftsführer Thomas Ewald sagte „Sie hinterlassen Ihrem Nachfolger ein großartiges Krankenhaus mit engagierten Mitarbeitern und einzigartigem medizinischem Portfolio“.

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