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Osteoporosegruppe zu Gast

Selbsthilfegruppe aus Münsingen/Bad Urach informiert sich vor Ort

Die Osteoporosegruppe Münsingen/Bad Urach hat sich in der Sana Klinik Bad Wildbad über die poröse Knochenkrankheit informiert. Chefarzt Dr. med. Gerd Haller begrüßte die 22-köpfige Delegation von der Alb und referiert über die Volkskrankheit Osteoporose.

„Mit zunehmendem Alter nimmt die Knochendichte ab, das ist ein natürlicher Vorgang“, beginnt Dr. Haller seinen Vortrag vor den Gästen aus Münsingen und Bad Urach. Der Chefarzt der Klinik für Rheumatologie, Klinische Immunologie und Allgemeine Innere Medizin erklärt: „Wenn die Knochendichte aber einen bestimmten Wert unterschreitet, spricht man von Osteoporose und Knochenbrüche können leichter auftreten“.

Frauen seien stärker betroffen als Männer führt Dr. Haller aus und blickt zu den anwesenden drei Männern, die eindeutig in der Unterzahl sind:

„Das Therapieziel jeder Osteoporosetherapie ist das Vermeiden von Knochenbrüchen.“ Ernährung, Bewegung und Medikamente sind laut dem Chefarzt die drei Säulen einer erfolgreichen Therapie. „Das Auftreten einer Osteoporose hat neben dem natürlichen Risiko wie Alter, Geschlecht und Krankheit zusätzliche Risikofaktoren, die beeinflussbar sind.“ Es sei deshalb wichtig, die Faktoren, die man selbst beeinflussen kann, wie nicht Rauchen, wenig Alkohol, viel Bewegung an der frischen Luft, bewusst anzugehen, schließt Haller seine Ausführungen.

Getrud Reich, erste Vorsitzende der Selbsthilfegruppe, dankte Dr. Haller für den „tollen Vortrag“ und überreichte ihm einen Präsentkorb. Im anschließenden gemeinsamen Mittagessen erzählt sie von den Aufgaben der Münsinger Selbsthilfegruppe Osteoporose. Die Selbsthilfegruppe ist für alle Altersgruppen eine Anlaufstelle, auch für die „seltenen Männer“. Angeboten würden Trocken- und Wassergymnastik mit zertifizierten Therapeuten, regelmäßige Gruppentreffen und gemeinsame Aktivitäten sowie Vorträge von Experten und Ärzten, so Frau Reich. Nach einem ausgiebigen Mittagessen in geselliger Runde machte sich die Gruppe auf Richtung Sommerberg, der nächsten Station Ihrer Tour.

Walking good

Sana-Team läuft beim Liebenzeller Firmenlauf vorne mit

Jedes Jahr findet der Firmenlauf in Bad Liebenzell statt, bereits zum siebten Mal. Inzwischen ist es Tradition geworden, dass auch ein Sana-Team aus Mitarbeitern des Quellenhofs und der Sana Klinik Bad Wildbad teilnimmt.

10 auf einen Streich

Zehn Läuferinnen und Läufer des Sana-Teams stellten sich den anderen Firmenmannschaften. Wie auch schon in 2018, räumten die fitten Sana-Sportlerinnen – in der Paradedisziplin „Walking“ - wieder einmal ab. So erlief Patricia Lindecke in 39:44 Minuten den zweiten Platz bei den Frauen. Zusammen mit Brigitte Bott und Heidi Richter reichte es in der Team-Wertung mit 2:06:06 zum dritten Platz.

Auch die Sana-Männer gaben ein prima Bild ab, vor allem Sebastian Lindecke, 15-Jähriger Sohn der Zweitplatzierten, siegte in der Altersklasse U18. Am Ende des Abends waren alle glücklich und erschöpft, und sich einig, auch in 2020 wieder an den Start zu gehen.

Welche Therapien bei chronischen Schmerzen helfen

Interview mit Dr. med. Edgar Bauderer, Chefarzt der Anästhesiologie und Schmerztherapie

Etwa zehn bis zwölf Millionen Deutsche leiden an chronischen Schmerzen. Bei ungefähr zwei bis vier Millionen sind die Schmerzen so ausgeprägt, dass sie zu deutlichen Beeinträchtigungen im Alltag und im Berufsleben führen. Folgen sind unter anderem sozialer Rückzug, Niedergeschlagenheit, Depressionen oder auch Medikamentenfehlgebrauch. Anlässlich des Aktionstags gegen den Schmerz zeigt Dr. med. Edgar Bauderer, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Schmerztherapie der Sana Kliniken Bad Wildbad, auf, welche Auswege aus dieser Schmerzspirale existieren.

Mit welchen Wünschen kommen die Patienten zu Ihnen und wie realistisch sind diese?

Bauderer: Sätze wie „ich bilde mir die Schmerzen doch nicht ein“ oder „ich möchte einfach mal wieder schmerzfrei sein, wenigstens für einen Tag“ fallen immer wieder. Wenn die Schmerzen, trotz Einnahme von Medikamenten, weiter anhalten, oder die Schmerzmittel nicht gut vertragen werden, und auch andere Strategien nicht ausreichend wirksam sind, kann dies ein Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht im Umgang mit den Schmerzen hervorrufen, das seinerseits schmerzverstärkend wirkt. In der Schmerzambulanz versuchen wir, durch die Umsetzung eines auf das jeweilige Schmerzbild individuell angepassten Therapieplans, diesen Schmerzkreislauf zu durchbrechen.

Sind Schmerzmittel das Allheilmittel?

Bauderer: Die meisten Patienten mit chronischen Schmerzen nehmen bereits über einen längeren Zeitraum Schmerzmittel ein. Es gibt chronische Schmerzpatienten, die medikamentös stabil eingestellt werden können. Häufig ist es aber so, dass je länger die Schmerzen andauern, der Effekt umso geringer  ist, und darüber hinaus steigt das Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen. Bei längerfristiger Schmerzmitteleinnahme können die Medikamente sogar zu einer Schmerzverstärkung führen.

Was hilft denn dann?

Bauderer: Zunächst ist immer eine umfassende Diagnostik erforderlich, mit ausführlicher Anamnese, einem körperlichen Befund unter Berücksichtigung der bislang erfolgten Untersuchungen. Es ist wichtig zu erkennen, welche Faktoren zu einer Chronifizierung beitragen. Die Therapie bei chronischen Schmerzen basiert auf einem bio-psycho-sozialen Schmerzverständnis, so dass häufig ein interdisziplinärer Therapieansatz die besten Ergebnisse für den Patienten ermöglicht. Die Einbindung und Information des Patienten über das Therapiekonzept halte ich für sehr wichtig. Bei chronischen Schmerzpatienten ist dann häufig auch die Reduktion der Medikamenteneinnahme möglich.

Gibt es ein Recht auf Schmerztherapie?

Bauderer: Ja, das gibt es. Die ärztliche Berufsordnung verpflichtet den Arzt dazu, Leiden zu lindern, eine kompetente Schmerztherapie gehört dazu. Eine unzureichende Schmerztherapie trägt zur Chronifizierung bei und damit zu lange andauernden Schmerzen.

Wie setzte ich mein Recht auf Schmerztherapie durch?

Bauderer: Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt. Durchschnittlich dauert es vier Jahre, bis ein Patient mit chronischen Schmerzen einen Schmerzspezialisten aufsucht. Leitlinien, beispielsweise bei anhaltenden Rückenschmerzen, empfehlen hingegen, bereits nach drei bis sechs Monaten eine spezielle Schmerzdiagnostik durchzuführen und entsprechend das weitere Vorgehen festzulegen.

Wie erkennt man, ob Patienten eine stationäre oder ambulante Schmerztherapie benötigen?

Bauderer: Bei chronischen Schmerzen zeigen multimodale Therapieformen die besten Behandlungsergebnisse, diese sind prinzipiell ambulant, teilstationär oder stationär möglich.

Welche Voraussetzungen müssen bei einer multimodalen Schmerztherapie, also einer kombinierten Behandlung, gegeben sein?

Bauderer: Als Voraussetzungen zur stationären multimodalen Schmerztherapie müssen mindestens drei der folgenden Kriterien zutreffen:

  • Manifeste oder drohende Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit des Patienten,
  • Fehlschlag einer vorherigen unimodalen Schmerztherapie, eines schmerzbedingten operativen Eingriffs oder einer Entzugsbehandlung,
  • Medikamentenabhängigkeit oder –fehlgebrauch,
  • Schmerzunterhaltende psychische Begleiterkrankung,
  • gravierende körperliche Begleiterkrankung.

Wie lange ist die durchschnittliche Dauer der stationären Behandlung?

Bauderer: Die Dauer der stationären Behandlung beträgt bei uns in der Klinik durchschnittlich zwei bis drei Wochen.
 
Wo kann ich mich über Schmerztherapie informieren?

Bauderer: Es gibt mittlerweile zahlreiche Webseiten und Apps zu häufigen chronischen Schmerzerkrankungen, beispielsweise zu Kopfschmerzen und Rückenschmerzen, mit erheblichen qualitativen Unterschieden. Die Kontaktaufnahme zu einer Selbsthilfegruppe kann ein Weg sein, um sich zu informieren und sich mit Betroffenen auszutauschen. Hier können häufig auch die Krankenkassen mit Adressen weiterhelfen. Generell halte ich das Gespräch mit dem behandelnden Arzt für entscheidend.
 
Welche Schmerzformen werden in Ihrer Klinik bzw. Ambulanz behandelt?

Bauderer: Alle chronischen Schmerzzustände, am häufigsten sind:

  • Schmerzen im Bewegungsapparat,
  • Rückenschmerzen,
  • Extremitätenschmerzen,
  • Fibromyalgie,
  • Nervenschmerzen: Neuropathien, Neuralgien,
  • Kopfschmerzen,
  • Phantomschmerzen,
  • Tumorschmerzen,
  • Schmerzen bei sympathischer Reflexdystrophie (Morbus Sudeck). 

Welche Therapieformen werden in Ihrer Klinik bzw. Ambulanz angeboten?

Bauderer:

  • Medikamentöse Schmerztherapie,
  • Therapeutische Lokal- und Leitungsanästhesie,
  • Infiltrationen, Triggerpunktbehandlung,
  • Sympathikusblockaden,
  • Nervenblockaden rückenmarksnah und peripher,
  • Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS),
  • Betreuung implantierter Medikamentenpumpen und Portkatheter,
  • Medikamentöse Entzugsbehandlung,
  • Indikationsprüfung Neuromodulation,
  • Indikationsprüfung für medizinisches Cannabis,
  • Botulinumtoxin, beispielsweise bei Migräne,
  • Lokale Capsaicinanwendung,
  • Entspannungsverfahren,
  • Biofeedback,
  • Stationäre interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie.

Wie bekommt man einen Termin in der Schmerzambulanz und wie lange muss man für gewöhnlich warten?

Bauderer: Patienten, die sich für einen Termin in der Schmerzambulanz interessieren, sollten telefonisch Kontakt mit dem Sekretariat der Schmerzambulanz aufnehmen. Wir senden Ihnen dann umgehend einen persönlichen Fragebogen zu und vereinbaren zeitnah einen Termin, wenn der Fragebogen ausgefüllt zu uns zurückgeschickt wurde. Wir versuchen in unserer Schmerzambulanz einen Ersttermin in der Regel innerhalb von zwei bis vier Wochen anzubieten. Wir benötigen dazu eine Überweisung des Haus- oder behandelnden Facharztes (beispielsweise Orthopäde, Neurologe oder Rheumatologe).
In dringlichen Fällen, wie beispielsweise bei der sympathischen Reflexdystrophie, bzw. Morbus Sudeck oder auch bei Tumorschmerzen, empfehlen wir die direkte Kontaktaufnahme durch den behandelnden Arzt.

Dr. Bauderer steht am 4. Juni 2019, unter der Telefon-Hotline 0800 1818-120 von 9.00-17.00 Uhr für Fragen bereit. Um 17 Uhr hält der Schmerzspezialist einen Vortrag über „chronische Schmerzen – welche Therapiemöglichkeiten gibt es?“ Der Vortrag findet in der Großen Halle (Ebene 3) der Sana Kliniken Bad Wildbad, König-Karl-Str. 5, 75323 Bad Wildbad, statt.

Individuelle Wege führen zum Ziel

Klinikversorgung: Fuchtel bringt Gesundheitspolitiker Riebsamen nach Bad Wildbad / Fruchtbares Fachgespräch dauert zwei Stunden

Bad Wildbad. Immer up to date sein, um zum Wohle des Patienten da zu sein. Vor dieser Herausforderung stehen die Krankenhäuser in Deutschland. Informationen aus erster Hand gab es für die Führungskräfte der Sana-Kliniken in Bad Wildbad von Gesundheitspolitiker Lothar Riebsamen.

Der Bundestagsabgeordnete vom Bodensee nahm sich neben seinen Verpflichtungen in Berlin und den anstehenden Wahlen auf kommunaler und europäischer Ebene zwei Stunden Zeit für ein Fachgespräch, um „genau die Themen anzusprechen, die auch uns hier beschäftigen“, wie Geschäftsführerin Katrin Kern (40) betonte, die dem Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages vorab die Arbeitsabläufe und Einrichtungen der Kliniken vor Augen führte.

Dabei erlebte sie einen konzentriert zuhörenden Politiker, denn Riebsamen war vor seiner politischen Karriere selber einmal Spitalverwalter des städtischen Krankenhauses in Meersburg und später Amtsleiter für die Verwaltung der Kreiskrankenhäuser und Pflegeeinrichtungen im Landkreis Waldshut. Heute ist neben der stationären und teilstationären medizinischen Versorgung sowie der Arbeit und Ausbildung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen die medizinische Infrastruktur insbesondere im ländlichen Raum einer seiner Arbeitsschwerpunkte als Berichterstatter der Unionsfraktion.

„Krankenhäuser ihres Kalibers sind mir besonders ans Herz gewachsen“, sagte der Abgeordnete, eher er mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in die Sachdiskussion einstieg, wobei er aus Erfahrung weiß, dass sich kleinere Kliniken „besonders schwer mit dem Gesundheitssystem tun“ und sich, vor allem im ländlichen Raum, immer dem Druck der Rentabilität ausgesetzt sehen. Da helfe nur, wie in Bad Wildbad individuelle Wege zu gehen. Auch die Sorge um den Personalmangel ist für Riebsamen „absolut nachvollziehbar.“

„Solche Leute brauchen wir im Parlament“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, der seinen Kollegen einen „ausgewiesenen Gesundheitspolitiker“ nannte, der wisse, welche politischen Strippen zu ziehen sind. Das Engagement der Sana-Kliniken in Bad Wildbad sei beachtlich, so Fuchtel, „ohne diese private Initiative gäbe es kein Krankenhaus vor Ort.“ Die CDU stehe als Wegbereiter hinter dieser Klinik.

Stadtrat Jochen Borg mochte sich als stellvertretender Bürgermeister gar nicht ausrechnen, was ohne die Sana-Kliniken als einer der größten Arbeitgeber in Bad Wildbad wäre, die nicht nur für die Patientenversorgung, sondern auch für die Infrastruktur der Stadt wichtig seien. Gleichwohl wolle man sich auch künftig für die Kliniken engagieren, beispielsweise durch die Schaffung weiteren Wohnraums. Ins gleiche Horn stießen Stadtrat Rainer Weiss und Enzklösterles Bürgermeisterin Petry Nych: „Wir sind froh, dass wir dieses Angebot haben.“

 

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