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04.11.2019, Bad Wildbad

5 Tipps für einen ausreichenden Wasserhaushalt

Vergiss nicht, genug zu trinken!

Das ist oft einfacher gesagt als getan. Vielen fällt es schwer, über den Tag hinweg ausreichend Wasser zu sich zu nehmen. Das wirkt sich schnell negativ auf Befinden und Leistungsfähigkeit aus. Mit welchen einfachen Tricks wir im (Berufs-)Alltag mehr trinken und warum unser Körper die Flüssigkeit dringend braucht, erklärt Dr. med. Angela Keichel-Höhn, Sektionsleiterin Allgemeine Innere Medizin der Sana Kliniken Bad Wildbad.

Wasser ist lebensnotwendig. Wir können längere Zeit ohne Nahrung überleben, aber nur kurze Zeit ohne zu trinken. Unser Körper besteht aus bis zu 75 Prozent Wasser. Der größte Teil davon befindet sich innerhalb der Zellen, der Rest außerhalb davon, z.B. in Blut- und Lymphgefäßen. „Besonders wichtig ist seine Funktion als Transportmittel: Im Blut bringt es die Nährstoffe zu unseren Zellen und Organen“, sagt Dr. Keichel-Höhn. „Das funktioniert aber auch in die andere Richtung. Wasser ist auch notwendig, um Giftstoffe auszuscheiden. Bildlich gesprochen werden z.B. viele Stoffe über die Niere ausgespült.“ Nehmen wir nicht genug Flüssigkeit zu uns, sind diese Vorgänge gestört. Weitere Folgen eines Wassermangels im Körper (Dehydration) sind ein Abfall der Leistungsfähigkeit, Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen und Übelkeit.

Der Körper verliert am Tag im Durchschnitt über zwei Liter Wasser. Ein Großteil wird über den Urin ausgeschieden aber auch Schweiß und Atmung spielen eine Rolle. Um den Flüssigkeitshaushalt in Balance zu halten, muss diese Menge dem Kreislauf auch wieder zugeführt werden. Einen Teil davon nehmen wir durch den Wasseranteil unserer Nahrung auf; den größeren Teil müssen wir über Getränke hinzufügen. „Wer sich an zwei bis drei Liter am Tag hält, ist auf der sicheren Seite“, sagt Dr. Hildebrandt. „Gerade für ältere Menschen ist das allerdings schwierig, da das Durstgefühl im Alter abnimmt.“

Ein paar simple Tricks helfen dabei, sich selbst an das Trinken zu erinnern und den Körper mit genügend Flüssigkeit zu versorgen. Dr. med. Keichel-Höhn gibt fünf Tipps, die sich ganz einfach im Alltag umsetzen lassen:

1. Getränke im Sichtfeld behalten.

„Aus den Augen aus dem Sinn“ – das gilt auch beim Trinken. Eine Flasche Wasser auf dem Tisch ist eine dauerhafte Erinnerung daran, ausreichend zu trinken. Damit ist das Getränk auch immer griffbereit. Für Menschen, die viel in Bewegung sind, kann es hilfreich sein, eine Trinkroutine zu entwickeln. Dafür sollte man sich eine Aktivität überlegen, die im eigenen (Berufs-)Alltag häufig vorkommt und jedes Mal im Anschluss ein Glas Wasser trinken. Nach und nach geht das in die Routine über.

2. Zusätzliche Flüssigkeit über Nahrung aufnehmen.

Um den Flüssigkeitshaushalt zu füllen, müssen wir nicht unbedingt nur trinken. Lebensmittel mit einem hohen Wassergehalt sind eine weitere Möglichkeit, dem Körper Flüssigkeit zuzuführen. Eine Salatgurke beispielsweise besteht zu 95 Prozent aus Wasser und ist gleichzeitig ein gesunder Snack für zwischendurch.

3. Das „richtige“ Getränk wählen.

Um den Körper ideal mit Flüssigkeit zu versorgen, eigenen sich am besten ungesüßter Tee und Wasser. Auch die Temperatur des Getränks spielt eine Rolle. Oft denken wir, uns bei der Hitze mit einem Glas Eiswasser etwas Gutes zu tun. Dabei muss der Körper die Flüssigkeit unter Energieaufwand erst wieder auf Körpertemperatur bringen. Ähnlich verhält es sich bei einer kalten Dusche, die uns im Anschluss nur noch mehr ins Schwitzen bringt. Lauwarmer Tee und Wasser auf Zimmertemperatur ist daher eine bessere Alternative.

4. „Infused Water“ als gesundes Getränk.

Wem Wasser auf Dauer zu langweilig ist, kann sich das Getränk durch Obst, Gemüse oder Kräuter noch etwas „aufpeppen“. Durch verschiedene Kombinationen wird das Trinken dadurch abwechslungsreicher, bleibt aber gesund. Eine einfache Variante ist zum Beispiel Wasser mit Zitronenscheiben und Minze. Das sogenannte „Infused Water“ ist auch eine leckere Alternative zu ungesunden Softdrinks.

5. Durch Technik ans Trinken denken.

Wer trotz aller Bemühungen vergisst zu trinken, kann auch zu kleinen technischen Helfern greifen. Für Smartphones gibt es verschiedene Apps, die den Nutzer durch eine Benachrichtigung daran erinnern, häufig und ausreichend zu trinken. Inzwischen gibt es sogar Armbänder, die kurz vibrieren, wenn es Zeit für ein Glas Wasser ist. Diese Armbänder eignen sich auch gut für ältere Menschen.

Kontakt

Moritz Tzschenscher, MSc.
Referent der Unternehmenskommunikation, Pressesprecher

Sana Kliniken Bad Wildbad
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Fax                  07081 173-230
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