Kollagenosen

Eosinophile Fasziitis / Shulman-Syndrom

Bei der eosinophilen Fasziitis kommt es zu einer chronische Entzündung der Faszien - der bindegewebigen Hüllen der Muskulatur. Die  Beschwerden sind dann Muskelkater-ähnliche Missempfindungen in der Arm- und Beinmuskulatur, die bei Belastung zunehmen.

Die Abbildung zeigt einen Querschnitt durch die Unterschenkel. Die entzündeten Faszien sind als helle Linien zwischen der Muskulatur und dem Unterhautgewebe zu erkennen

Der Schwerpunkt der Erkrankung liegt in den Unterarmen und Unterschenkeln. Hier entwickelt sich eine zunehmende Verhärtung der Weichteile - ein Bild, das der Sklerodermie ähnelt. Im Unterschied zur Sklerodermie sind bei der Fasziitis aber charakteristischerweise die Finger und Vorfüße ausgespart und ein Raynaud-Syndrom fehlt.

Die Faszienentzündung kann mittels Kernspintomographie dargestellt werden (Abb. 1). Die Diagnose sollte dann mittels Biopsie gesichert werden. Meist besteht eine Bluteosinophilie - eine Erhöhung einer Untergruppe der weißen Blutzellen.

Mit immunsuppressiver Therapie lässt sich im Regelfall eine Beschwerdebesserung erreichen und eine Ausbreitung der Veränderungen verhindern, vielfach kommt es auch zur Besserung der Weichteilverhärtungen.